Mental HealthMindfulness

Mindfulness

Dieser Bereich enthält aus Sicht von FAST die wesentlichen Elemente, um in gemeinsamen Arbeits- und Kommunikationsumgebungen achtsamer und damit besser in Kommunikation zu treten. Auf diese Weise wird die Basis gelegt, dass viele Gründe für spätere Konflikte gar nicht erst entstehen können.

Die 10-Sekunden-Regel für positives Ausrichten

Die 10-Sekunden-Regel ist eine einfache Technik, die dazu beitragen kann, die Einstellung und das Denken positiv auszurichten. Die Idee hinter der Regel ist, dass man sich 10 Sekunden Zeit nimmt, um bewusst positive Gedanken zu denken und sich auf das Gute im Leben zu konzentrieren.

Die Technik kann in verschiedenen Situationen angewendet werden, zum Beispiel wenn man sich gestresst oder überfordert fühlt, wenn man sich auf etwas konzentrieren muss oder wenn man sich einfach schlecht fühlt. In diesen Momenten kann man sich bewusst Zeit nehmen, um positive Gedanken zu denken und sich auf das Gute im Leben zu konzentrieren.

Die 10-Sekunden-Regel kann auch dazu beitragen, das Selbstbewusstsein und die Selbstwahrnehmung zu stärken. Indem man sich bewusst auf positive Gedanken konzentriert, kann man das eigene Denken und Handeln beeinflussen und sich auf das Gute im Leben konzentrieren.

Um die 10-Sekunden-Regel anzuwenden, sollte man sich kurz an einen ruhigen Ort zurückziehen. Im beruflichen Kontext kann dies bedeuten, einmal die Bürotür für ein paar Minuten zu zu machen oder sich kurz in einen leeren Besprechungsraum zurück zu zielen. In vielen Unternehmen werden aktuell vermehrt Rückzugsräume die sich auch für diese Situation eignen geschaffen. Es reicht aber auch, sich einfach einmal direkt mit Blick nach außen vor ein Fenster zu stellen. Also mit dem Rücken zum Innenraum. Und dann die Augen zu schließen. (Was man am Bürotisch eher nicht praktiziert) Auf diese Weise entsteht ebenfalls ein ablenkungsfreier Raum, der es dem Geist ermöglicht nach “innen” zu gehen.

Dann konzentriert man sich darauf zum Beispiel sich an etwas Schönes zu erinnern oder sich auf etwas zu freuen, das in der Zukunft passieren wird. Es ist wichtig, sich vollständig auf die positiven Gedanken zu konzentrieren und sich nicht von negativen Gedanken ablenken zu lassen.

Insgesamt ist die 10-Sekunden-Regel damit eine sehr einfache und bei regelmäßiger Anwendung sehr effektive Methode, um das Denken und die Einstellung positiv auszurichten. Aus diesem Grund haben wir sie in FAST auch im Bereich Mindfullness aufgenommen.

Spiegeln als Technik der achtsamen Kommunikation

Spiegeln ist eine Technik der achtsamen Kommunikation, die dazu beitragen kann, das Verständnis und die Beziehung zwischen zwei Menschen zu verbessern.

Die Idee hinter dem Spiegeln ist, dass man die Aussagen und Gefühle des anderen wiederholt und bestätigt, um ihm das Gefühl zu geben, dass man ihm zuhört und versteht.

Die Technik des Spiegelns kann in verschiedenen Situationen angewendet werden, zum Beispiel in der Paar- oder Familientherapie oder im beruflichen Kontext. Sie kann auch in alltäglichen Gesprächen mit Freunden oder Kollegen angewendet werden, um eine bessere Kommunikation und Verbindung zu schaffen.

 

Um die Technik des Spiegelns anzuwenden, hört man aufmerksam zu und wiederholt dann die Aussage des anderen in eigenen Worten. Man bestätigt auch die Gefühle des anderen, indem man sagt, dass man versteht, wie er oder sie sich fühlt. Es ist wichtig, sich auf die Aussage des anderen zu konzentrieren und nicht auf das eigene Urteil oder die eigene Meinung.

Spiegeln erfolgt aber auch auf einer nonverbalen Ebene, indem man als “Spiegel” ebenso die Körperhaltung, Gestik und Redegeschwindigkeit des Gegenübers annimmt. Dieses nonverbale Spiegeln ist uns eigentlich von Geburt an angeboren. Babies spiegeln ständig. Lacht Mama oder Papa ins Gesicht des Babies, so “spiegelt” dieses meist unmittelbar ebenfalls mit einem Lachen zurück. Um so mehr sich in der Jugend die Persönlichkeit ausbildet, findet eine Abgrenzung statt und das nonverbale Spiegeln nimmt ab.

Wir kennen alle das unbewußte Spiegeln, indem wir uns “mit” aufregen, wenn sich eine vertraute Person über etwas echauffiert. In diesem Moment spiegeln wir genau diesen Menschen. Auch wenn wir selbst gar nicht betroffen sind.

Es lässt sich aber durch ein wenig üben aber auch ganz bewusst in Situationen einsetzen, da es auf der unterbewussten Ebene im menschlichen Gehirn angeboren funktioniert. Man ist auf diese Weise in der Lage sein Umfeld auch positiv zu beeinflussen. Spiegele doch einfach einmal die Person an der Kasse im Supermarkt, die ganz missmutig drein schaut mit einem ebenso gleichen Blick. Wenn der Spiegelkontakt über die sogenannten “Spiegelneuronen”, die wir alle im Gehirn besitzen , aufgebaut ist, fange ganz plötzlich freundlich an zu lächeln. Du wirst feststellen, dass fast immer plötzlich auch die Person an anfängt zu lächeln (zu spiegeln) und sich dann plötzlich wundert, was passiert ist. Noch mehr Spaß macht dies auf einer Rolltreppe mit Personen die einem entgegenkommen.

Eine wunderbares Umfeld um Spiegeln in allen Umgebungen immer wieder zu üben und damit seine eigene Fähigkeit aktiv zu spiegeln erhöht.

Durch das Spiegeln kann somit eine bessere Verbindung zwischen den Gesprächspartnern entstehen. Es kann auch dazu beitragen, das Vertrauen und die Offenheit in der Beziehung zu verbessern. Und durch das verbale Spiegeln können Missverständnisse vermieden werden.

Insgesamt ist das Spiegeln eine einfache und effektive Technik, die dazu beitragen kann, das Verständnis und die Beziehung zwischen zwei Menschen zu verbessern.

Verträge einholen als Technik der achtsamen Kommunikation

Im Rahmen der Kommunikation zwischen Menschen kommt es immer wieder vor, dass man Rat und hilfreich gemeinte Hinweise bekommt, obwohl man diese gar nicht “angefordert” hat.

“Verträge einholen” als Technik der achtsamen Kommunikation unterstützt hier das Kommunikationsverhalten zwischen Menschen und Teams in der Weise, dass vor einer Kommunikation die in den Bereich des anderen eindringt, beispielsweise ein Rat, ein Vertrag eingeholt wird.

Dies kann mit der einfachen Frage eingeleitet werden: “Darf ich dir einen Rat geben?”

Und erst wenn die Person gegenüber mit einem “Ja” geantwortet hat, steigt man in das “Rat geben” ein.

Es klingt banal, wird aber in nahezu allen Teams und vor allem in Gesprächen von Führungskräften mit Mitarbeitern sträflich mißachtet und ist der wahre Grund für viele Konflikte.

Wichtig in dieser Technik ist, dass beide Seiten erlernen, wie diese Technik funktioniert.

Denn es hilft nichts, wenn nur eine Seite die Fragestellung anwendet und die andere Seite mit einem “rhetorisch automatischen JA” antwortet. Auch das “Nein” muss möglich sein.

Dies bedeutet in der Kommunikation für den Fragenden wirklich achtsam nicht nur auf die Antwort sondern auch auf die Gesamtreaktion (Gestik, Gesichtsausdruck, etc.) zu achten und bei kleinsten Anzeichen von Unsicherheit, ob der Vertrag wirklich zustande gekommen ist, diesen nochmals zu hinterfragen. “Du, ich bin mir gerade nicht sicher, ob du wirklich meinen Rat, trotz deines Ja haben möchtest und möchte nochmals nachfragen, ob es wirklich o.k. für dich ist, dass ich dir einen Rat geben darf”.

Diese achtsame Kommunikationsform des “Vertrag Einholenden” führt dazu, dass auch der “Vertrag Bestätigende” immer bewußter sich die Zeit nimmt eine wirkliche Entscheidung mit Ja oder Nein zu treffen.

Auf diese Weise wird die Voraussetzung geschaffen, dass der Rat Gebende sich sicher fühlen kann, dass sein Rat auch gewollt ist. Auf der anderen Seite ist es die Möglichkeit für den “Rat Bekommenden” die klare Möglichkeit den Rat erst einmal aufzunehmen und dann mit einer zweiten Entscheidung auch anzunehmen oder sich auch anders zu entscheiden.

Erfolgt diese vertragliche Regelung vor einem Gespräch nicht, sind die Rahmenbedingungen für einen Rat wie in diesem Beispiel nicht klar. Im Zusammenhang mit Gesprächen von Führungskräften und Mitarbeitern wird in einem Rat schnell auch einmal eine Anweisung mißverstanden.

Verträge einholen im Rahmen der Kommunikation kann aber auch in vielen weiteren Situationen angewendet werden. Sei es in der Situation von Feedback geben und annehmen oder auch in Situationen des Spiegelns als eine besondere Form von Feedback.

Somit ist “Verträge einholen als Teil der achtsamen Kommunikation” eine wesentliche Basis für mehr Mindfullness in der Zusammenarbeit von Menschen und sollte eigentlich ein Grundelement jeden Teamtrainings in Sachen Kommunikation sein.