Theory & FoundationPairing (sexual inheritance)

Pairing (sexual inheritance)

Dieses Element zeigt auf, dass die Natur uns effiziente Strategien aufzeigt, um mit Veränderungen und äußeren Einflüssen umzugehen. Agilität zur Bewältigung des Unvorhersehbaren arbeitet durch ihre Iterationen auf einem ähnlichen Grundsatz.

Bei großen Vorhaben ergibt es aber neben der Iteration auch Sinn, das entstehende dynamische Wissen auf mehrere „Köpfe” zu verteilen. Auf diese Weise wird jede „Lerniteration” und jedes Ergebnis aus den jeweiligen Timeboxen auch abgesichert.

Vorbild Wasserfloh

Wasserfloh-Weibchen kopieren sich selbst bei idealen Voraussetzungen (feucht und warm) → nur Weibchen, gleiche DNA → hocheffizient.

Doch plötzlich treten veränderte Voraussetzungen (trocken und/oder kalt) auf. In Folge schlüpfen Männchen (Änderung im Paarungssystem durch ein einziges Gen). Die Männchen begatten die Weibchen (Fortpflanzungsprozess wird geändert), und es entsteht neue DNA. → Diese Nachkommen sind kreativer im Umgang mit der komplizierten Umwelt.

Bei den Wasserflöhen übernehmen die Weibchen eine spezifische Aufgabe. Um flexibel mit schwierige Situationen umgehen zu können, werden aber auch die Männchen benötigt. Sie übernehmen eine andere Aufgabe. Die Weibchen passen sich an, denn nur das perfekte Zusammenspiel führt zum Erfolg.

Übersetzung für Unternehmen

Eine Never-change-Strategie funktioniert nur unter idealtypischen Voraussetzungen. Doch nahezu alle Projekte sind von äußeren Einflüssen und unvorhersehbaren Herausforderungen betroffen. Es gilt also, vorbereitet zu sein und die richtige „DNA” zu erzeugen, um den Erfolg zu sichern. Ähnlich wie bei den Wasserflöhen sind Aufgaben und Zuständigkeiten klug zu verteilen, um erfolgreich zu sein. Auf das Zusammenspiel kommt es an!

Pairing, Doppelspitze

Beispiel Scrum

Beispiel Intern/Extern

Beispiel Technisch/Fachlich

Sexuelle Vererbung

Asexuelle Vererbung

Übersetzung für Unternehmen
„Mem“: Information, Perspektive

  • Meme sind Gedanken, Ideen und Informationen.

  • Sie werden durch Kommunikation weitergegeben.

  • Durch Kollaboration verschmelzen verschiedene Meme.

  • Neue Meme entstehen.

Vergleich

Anwendungsbeispiele

Projekt

(Projekt-/Unternehmens-)Organisation

Datenmodell Vererbung

Prozesse

Fazit

Für komplexe Projekte sind einfache hierarchische Modelle nicht ausreichend. Das Risiko, dass durch nur eine Wissens- und Entscheiderquelle das Projekt oder Vorhaben scheitert, ist immens. Ebenso aber auch das Risiko, dass durch den Wegfall (Verlassen des Unternehmens, längere Krankheit, Tod) das gesamte Vorhaben in Schieflage gerät, ist immens hoch. Daher ist das Pairing nicht nur aufgrund der Entstehung von Vielfalt ein sinnvoller Ansatz in der Projektorganisation, sondern auch aufgrund der Erhaltung der Handlungsfähigkeit (Überleben).

Daher ist es sinnvoll,

in Projektorganisation Paare zu bilden:

  • intern & extern

  • fachliche Seite & IT

  • starke Durchmischung fördert den „Mem-Austausch“

für fachliche Themen mehrere Spezialisten zu Themenpaaren zusammenzuschließen:

  • dabei beachten, Themen und Themenpaare nicht zu kleinteilig zu machen

insgesamt dabei weiter auf Effektivität zu achten. Das Risiko hier ist, dass es zu viel Austausch, aber zu wenig Ergebnissen kommt. Den richtigen Mittelweg finden.